Dienstag, 8. Februar 2011
Großbrand verwüstet "Samba-Stadt"
Die Arbeit von einem Jahr ist verloren: Nur vier Wochen vor Beginn des Karnevals hat ein Großbrand in Rio de Janeiro riesige Hallen vernichtet, in denen die berühmten Umzugswagen gelagert wurden - und die kostbaren Kostüme der Sambatänzer.
Rio de Janeiro - Mehrere monumentale Karnevalswagen, die am 6. und 7. März durch Rios Sambódromo ziehen sollten, gingen am Montag in Flammen auf. Auch Tausende in mühevoller Handarbeit gefertigte Kostüme verbrannten. "Ein Traum ist auf dem Müllhaufen gelandet. Monatelange Arbeit und alles ist weg", sagte ein Mitglied der Samba-Schule "Portela". Große Schäden gab es auch bei den Vereinen "União da Ilha" und "Grande Rio".
Das Feuer entzündete sich auf dem Gelände "Cidade do Samba" (Samba-Stadt) im Hafengebiet von Rio de Janeiro und war erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Den Behörden zufolge brach der Brand in den Verwaltungsbüros aus und griff rasch auf mehrere Werkstätten der Samba-Schulen über, wo sich die meist aus den Favelas stammenden Mitglieder auf den großen Auftritt vorbereiten. Über der Stadt hing dichter schwarzer Rauch.
Dutzende Mitglieder der Samba-Schulen rannten aufgeregt zu den Werkstätten, um die Ausrüstung zu retten. Das Ausmaß der Zerstörung trieb ihnen die Tränen in die Augen. "Einzig unser Wunsch, an der Parade teilzunehmen, ist nicht verbrannt", klagte Grande-Rio-Leiter Helio de Oliveira sichtlich mitgenommen.
"Das bricht uns das Herz", sagte der Präsident der Unabhängigen Liga der Samba-Schulen, Jorge Castanheira. "Es ist ein unschätzbarer Schaden." Niemand wisse, wie es zu dem Feuer habe kommen können. Nach seinen Worten investiert jeder Verein zwischen fünf und sieben Millionen Reais (2,1 bis ca. 3 Millionen Euro) in seinen Auftritt.
Der Optimismus der Veranstalter und Tänzer ist dennoch unverwüstlich: Trotz der enormen Verluste sollen die Umzüge wie geplant stattfinden. Als bekennender Freund des Karnevals versprach Rios Bürgermeister Eduardo Paes den raschen Wiederaufbau der zerstörten Hallen. Schon ab kommende Woche werde "Samba City" wiederauferstehen, versprach Paes.
Die "Cidade do Samba" in der Hafengegend von Rio gibt es seit sechs Jahren. Davor ließen die Samba-Schulen ihre Wagen und Kostüme in den Slums von Rio herstellen, wo sie auch ihre eigenen Wurzeln haben. Einige Schulen haben bis heute Verbindungen zu kriminellen Gangs in den Slums, doch gehen die Behörden nicht davon aus, dass der Brand mutwillig gelegt wurde. Die "Cidade do Samba" ist inzwischen auch eine Touristenattraktion: Die Hallen sind täglich geöffnet, es treten Tänzer auf und geben Samba-Kurse.
Rio de Janeiro - Mehrere monumentale Karnevalswagen, die am 6. und 7. März durch Rios Sambódromo ziehen sollten, gingen am Montag in Flammen auf. Auch Tausende in mühevoller Handarbeit gefertigte Kostüme verbrannten. "Ein Traum ist auf dem Müllhaufen gelandet. Monatelange Arbeit und alles ist weg", sagte ein Mitglied der Samba-Schule "Portela". Große Schäden gab es auch bei den Vereinen "União da Ilha" und "Grande Rio".
Das Feuer entzündete sich auf dem Gelände "Cidade do Samba" (Samba-Stadt) im Hafengebiet von Rio de Janeiro und war erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Den Behörden zufolge brach der Brand in den Verwaltungsbüros aus und griff rasch auf mehrere Werkstätten der Samba-Schulen über, wo sich die meist aus den Favelas stammenden Mitglieder auf den großen Auftritt vorbereiten. Über der Stadt hing dichter schwarzer Rauch.
Dutzende Mitglieder der Samba-Schulen rannten aufgeregt zu den Werkstätten, um die Ausrüstung zu retten. Das Ausmaß der Zerstörung trieb ihnen die Tränen in die Augen. "Einzig unser Wunsch, an der Parade teilzunehmen, ist nicht verbrannt", klagte Grande-Rio-Leiter Helio de Oliveira sichtlich mitgenommen.
"Das bricht uns das Herz", sagte der Präsident der Unabhängigen Liga der Samba-Schulen, Jorge Castanheira. "Es ist ein unschätzbarer Schaden." Niemand wisse, wie es zu dem Feuer habe kommen können. Nach seinen Worten investiert jeder Verein zwischen fünf und sieben Millionen Reais (2,1 bis ca. 3 Millionen Euro) in seinen Auftritt.
Der Optimismus der Veranstalter und Tänzer ist dennoch unverwüstlich: Trotz der enormen Verluste sollen die Umzüge wie geplant stattfinden. Als bekennender Freund des Karnevals versprach Rios Bürgermeister Eduardo Paes den raschen Wiederaufbau der zerstörten Hallen. Schon ab kommende Woche werde "Samba City" wiederauferstehen, versprach Paes.
Die "Cidade do Samba" in der Hafengegend von Rio gibt es seit sechs Jahren. Davor ließen die Samba-Schulen ihre Wagen und Kostüme in den Slums von Rio herstellen, wo sie auch ihre eigenen Wurzeln haben. Einige Schulen haben bis heute Verbindungen zu kriminellen Gangs in den Slums, doch gehen die Behörden nicht davon aus, dass der Brand mutwillig gelegt wurde. Die "Cidade do Samba" ist inzwischen auch eine Touristenattraktion: Die Hallen sind täglich geöffnet, es treten Tänzer auf und geben Samba-Kurse.
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